HotChilis

U21 wieder zurück an der Tabellenspitze!

Sonntag, 13. Februar 2011
Kat.: U21

UH Zulgtal Eagles - Hot Chilis 4:5 (4:2, 0:3)

Hot Chilis - Baden-Birmenstorf 3:0 (1:0, 2:0)

Liebe Hot Chilis…

Ihr fragt euch sicher, wer an einem Sonntagmorgen (besser gesagt an einem SonntagSEHRFRÜHmorgen) nichts besseren zu tun hat, als sich in einen Fiat zu setzen und rund 3 Stunden Fahrt auf sich nimmt, um einen Spielbericht für die U21-Mannschaft der Hot Chilis zu schreiben und wieso. Die erste Frage kann ich euch beantworten: Ich bin Sergio Caputo, auch als Hot Chilis Huligän bekannt, spiele bei einem fast so erfolgreichen Club wie die Hot Chilis Unihockey und kenne die Trainer und einige Spielerinnen des U21-Kaders. Leider kann ich euch bis heute nicht beantworten wieso ich mir das ganze angetan habe. Vielleicht kennen einige von euch meine Berichte. Wenn nicht, bei meinen Berichten berichte ich meistens nicht nur von den Spielen. Es gibt Leute denen gefällt es, anderen weniger. Ich persönliche finde meine Berichte immer toll. Nun wünsche ich euch viel Spass (und Zeit) beim Lesen.

Die U21 der Hot Chilis besammelte sich um 07:10Uhr (versteht ihr jetzt das sehr früh von oben?!) am Bahnhof Kloten und wie durch ein Wunder hatte der Trainer Zipfel nur gerade 10Minuten Verspätung. Der Tag begann also wie gewünscht. Die Spielerinnen verteilten sich in die Auto‘s und los ging die lange Fahrt. Am vermeintlichen Ziel angekommen, kamen sofort einige Fragen auf. Ist dies wirklich eine Halle? Wo befindet sich hier der Eingang zu diesem Malergeschäft? Und die wichtigste Frage: Wo ist Zipfel? Das Labyrinth durch das Industriegebäude endete gottseidank doch vor einem Unihockeyfeld. Die Chilis-Frauen waren das erste anwesende Team und das Ziel des Tages war es als Erst-Platzierte diese Halle zu verlassen. Dieses Ziel geriet nach einigen Minuten in der Halle ernsthaft in Gefahr. Dies weil der Berner Präsident des Heimteams anscheinend nicht gut auf Zürcherinnen zu sprechen ist. Nachdem die Chilis die Vorhänge der Halle zur Seite zogen, um wenigstens ein bisschen Licht in der Halle zu haben, wollte er die Chilis für diesen böswilligen Randale-Akt aus der Halle verbannen. Dies konnte aber glücklicherweise vermieden werden. Nun merkten auch die Berner langsam, dass es doch ein wenig dunkel ist in der Halle und schalteten das Licht ein. Einem konzentrierten Einspielen Stand nun nichts mehr im Weg. Ein kleines Problem gab es dennoch. Zipfel mitsamt einigen Spielerinnen und Stocktaschen war immer noch nicht erschienen. Nach dem motivierenden Satz „wenigstens isch er underwegs“ begaben sich die Chilis an die frische Luft, um mit einem Einlaufen die Runde einzuläuten. Währenddessen haben sich die Spielerinnen der gegnerischen Mannschaft UH Zulgtal Eagles auf das Feld begeben und mit einigen Passübungen den Unihockeysonntag gestartet. Jedoch verstehe ich bis jetzt noch nicht was Übungen wie *Wer hat am Schluss der Passübung am meisten blaue Flecken* oder * Wer bewegt sich am wenigsten* oder *Wer spielt die ungenausten Pässe* bringen sollen. War es nur eine Verwirrungstaktik oder sind die Spielerinnen der Eagles geboren um nicht Unihockey zu spielen? Die Chilis waren nach einem sehr konzentrierten Einspielen geprägt von genauen Pässen, vielen Schüssen aufs Tor und dem Fokus aufs Unihockey bereit für die erste Begegnung des Sonntages. Übrigens, Zipfel ist dann 10 Minuten vor Spielbeginn doch noch angekommen. Bevor ich nun zum Bericht des 1.Spieles komme noch die ersten beide Resultate des Sonntages. Endresultat des Einspielen: Eagles 0:5 Hot Chilis. Endresultat nach dem Beurteilen des Aussehen der Spielerinnen beider Mannschaften: Eagles 1:16 Hot Chilis. Diese Siegesserie sollte im 1.Spiel fortgesetzt werden.

Leider mussten sich die Chilis für das Spiel gegen die Eagles in stinkende Überzieher zwingen. Es war zu hoffen, dass diese kein schlechtes Omen werden.
Die Partie begann und von Anfang an war klar, dass beide Mannschaften diesen Sieg unbedingt wollten. Die Chilis begannen kraftvoll und machten schon von Anfang an viel Druck auf den Gegner. Dieser wussten, aber man mit einem solchen Pressing umgeht und hatte nach knapp 4 Minuten den 1.Torschuss, der vom Pfosten zurück ins Spiel kullerte. Die Antwort der Chilis folgte zugleich. Sarah schmetterte den Ball an die Latte. Beide Mannschaften kämpften um jeden Ball doch gute Möglichkeiten in Führung zu gehen hatte bis zur 7. Minute nur eine Mannschaft: Die Hot Chilis aus Rümlang. Auch die Schiedsrichter machten von Anfang an einen sehr souveränen  Eindruck und hatten die Partie stets fest im Griff. Die Eagles nutzen ihre 2. Torchance nach 7:50Minuten erfolgreich und gingen dank einem sehr schönen Distanzschuss in Führung. Dieses Tor motivierte die Bernerinnen sehr und die Zürcherinnen wussten leider nicht so genau wie mit dem Gegentor umgehen und zeigten sich von ihrer schlechten Seite. Dies wiederspiegelt sich auch im Spielverlauf. Nach 10:20Minuten vollendeten die Eagles einen Konter mit dem zweiten Treffer. Nur rund 30 Sekunden später kam die Torschützin des 1.Tores wieder frei zum Schuss und ihr Drehschuss landete hinder der Torlinie der Chilis. Das 0:3 war ein Zeichen für die Trainer der Chilis und diese reagierten mit dem Time-Out. Es war zu hoffen, dass sie die richtigen Worte für ihr Team finden. Ich hatte kurz Zeit, um mir Gedanken zu machen, wie man nach einem solch schlechten Einspielen, solch schöne Schüsse zeigen kann. War es nur Glück oder war das Einspielen wirklich Verwirrungstaktik. Leider reichten die 30 Sekunden nicht aus, um eine sinnvolle Lösung auszuarbeiten und ich musste mich wieder auf das Spiel konzentrieren. Leider schien das Time-Out (noch ?)nicht seine Früchte zu tragen. Nach 11:25 setzte die gegnerische Stürmerin mit der Nummer 72 zum Schuss an und realisierte ihr 3.Tor. Die Zeit war nun definitiv gekommen. Die Chilis mussten langsam aber sicher etwas unternehmen, nicht nur auf dem Feld. Die mitgereisten Fans feuerten die Chilis mit motivierenden Rufen an. War der Banner der mitgereisten Fans die Lösung? In dieser Situation muss man alles ausprobieren, um wieder auf den richtigen Weg zu kommen. Der Banner (wird er unser Retter?) wurde ausgebreitet und das Hoffen auf Besserung begann. Und der Retter zeigte bald seine Wirkung. Die Chilis begannen ihr bestes Unihockey zu zeigen und kamen von Minute zu Minute besser ins Spiel. In der 18.Minute war es dann endlich so weit. Colette verwertete einen Abpraller mit einem schönen Backhandschuss ins obere rechte Eck. Der Knoten war geplatzt. Die Chilis spielten schöne Spielzüge, jeder Pass kam an und der Gegner wusste immer weniger wie mit den Zürcherinnen umgehen. Kurz von der Pause trumpften die Chilis noch mal auf und erzielten den wichtigen 2. Treffer. Nach einem wunderschönen Backhandpass von Lea schmetterte Sarah den Ball unter die Latte. Der Pausenstand war resultatmässig nicht zufriedenstellend, jedoch zeigten die Chilis in den letzten Minuten der 1. Halbzeit sehr gutes Unihockey und darum wagte ich es in der Pause eine Prognose zu machen: Am Ende werde es 6:4 heissen für die Chilis. Die Frauen in den stinkenden Überziehern starteten sehr gut in die 2. Halbzeit und knüpften am Ende der ersten Halbzeit an. Sie erspielten sich viele Chancen und die Fans mussten nicht lang auf den Anschlusstreffer warten. Nach 22:18 Minuten erhielt Corinne auf Höhe der Mittellinie den Ball und verwertete mit einem für den Torhüter undhaltbaren halbhohen Schuss. Der Ausgleich kam immer näher und nach 24:36 war es so weit. Die Chilis waren dank einem schönen Drehschuss von Lea wieder zurück im Spiel. Die Frauen aus Rümlang hatten das Spiel fest im Griff und liessen nichts anbrennen. Nach 30:31 gingen sie dann auch das erste und hoffentlich auch letzte Mal in Führung. Lea erzielte den Treffer. Ihr wollt wissen wie? Mit einem Drehschuss natürlich. Nach dem Führungstreffer mussten sich die Chilis aber auf die Defensive konzentrieren. Die Eagles begannen wieder Druck auf das Tor der Chilis zu machen. Die Defensive agierte sehr gut und die Torhüter der Chilis Linda zeigte sich mit hervorragenden Paraden von ihrer besten Seite. Die Bernerinnen fanden kein Mittel um sie zu bezwingen. Nach dem Time-Out der Eagles war es wieder Lea die sich eine gefährliche Chance herausspielte. Nach einem Solo-Lauf an vier gegnerischen Spielerinnen vorbei rettete die Latte die Gegnerinnen aus Bern. 20 Sekunden vor Schluss ersetzen die Adlerinnen ihre Torhüterin durch eine sechste Feldspielerin. Auch dies nütze jedoch nichts.
Nach einem schlechten Start legten die Chilis also eine wunderschön anzuschauende Aufholjagd aufs Feld, kämpften für einander, erspielten sich viele Chancen und hatten deutlich mehr Spielanteil. Ein verdienter Sieg.

Nach den Pausendiskussionen über die Verkleidung für den am Abend auf dem Programm stehenden Jets-Match und die Stärkung durch Teigwarensalat stand das 2. Spiel des Sonntages auf dem Programm. Die Gegnerinnen in den roten Trickots aus Baden-Birmensdorf waren definitiv eine Mannschaft, die geschlagen werden musste. Im Gegenteil zu den Chilis, die sich von fast zuoberst die Tabelle anschauen können, kämpfen die Frauen aus Baden-Birmensdorf im Keller um Punkte.

Dies wiederspiegelte sich auch im Spiel. Die Chilis kontrollierten die Partie durchgehend, waren von Anfang an die spielbestimmende Mannschaft und erspielten sich unzählige Torchancen.  Jedoch mussten die Fans lange auf das 1. Tor warten. Dies weil die Gegnerinnen ein sehr eng und kompakt in der Defensive standen und es den Chilis schwer machten. Auch die gegnerische Torhüterin zeigte eine bärenstarke Leistung. Mit tiefen Bällen hatte die Chili-Frauen keine Chance die letzte Frau der „Roten“ zu bezwingen. Sehr flink krallte sie sich jeden Ball und vereitelte oft die Führung für die Chilis. Nach 7:28 Minuten fanden die Zürcherinnen doch noch eine Lösung. Corinne verwertete einen Freistoss (Pass von Steffi) mit einem auf Zürichdeutsch gesagt „riese Fadeeee“ unter die Latte. Die Hot Chilis dominierten auch den Rest der 1. Halbzeit, schafften es jedoch nicht das Runde in das Eckige zu befördern. So blieb der Spielstand in der ersten Hälfte beim 1:0. Erwähnenswert ist noch die Reaktionszeit des Schiedsrichters. Es schien fast so als würde er sich nach jedem Stockschlag Gedanken machen, ob der Stock wirklich den generischen Stock berühren muss, um Stockschlag pfeifen zu dürfen/müssen. Dies obwohl eher sein Schiedsrichterkollege einem Kiffer glich. Vielleicht passten sie sich einfach den Bernern an und liessen sich für alles ein bisschen mehr Zeit.

Die Chilis wechselten für die 2. Halbzeit den Torhüter und Yvonne hoffte, dass sie im Vergleich zu Linda wenigstens etwas zu tun hat. Die Chilis starteten motiviert in den zweiten Teil der Partie. Corinne (22:08 Minuten) und Vanessa (22:35)verpassten das Tor nur knapp. Nach 27:16 Minuten mussten die Chilis für zwei Minuten zu viert agieren. Corinne erhielt für einen Stockschlag eine Strafe und musste auf dich Bank. Doch auch im Boxplay bestimmten die Chilis das Spiel. Der generische Torhüter war ständig unter Beschuss. Nach 38:10 Minuten kam dann endlich das befreiende Tor. Colette erzielte einen weiteren Treffer. Nach 39:37 Minuten erzielten die Chilis noch ihr 3. Tor. Natascha (Tor) und Janine (Assist) konterten die Gegner wie es im Buch steht aus. Ein herrliches Tor. Zwei Sekunden vor Spiel-Abpfiff musste Yvonne im Tor der Chilis noch beweisen, dass sie noch wach ist. Nach dem Schuss der Baden-Birmensdorferinnen war die Partie vorbei. Die Chilis gewannen ein Spiel das deutlich höher ausfallen hätte können (oder müssen?) sehr verdient mit 3:0. Von den 42 Schüssen fanden nur drei den Weg hinter die gegnerische Torlinie.

Mit den gewonnen 4 Punkten haben die Hot Chilis zwei Runden vor Saisonende die Tabellenführung wieder übernommen. Ich hoffe sehr, dass sie diese nicht wieder hergeben und wir alle sie auch dieses Jahr wieder an den Aufstiegsspielen  unterstützen können.

Und natürlich hoffe ich auch, dass euch mein Spielbericht gefallen hat. Wenn nicht, Sorry J

Euer Lieblings-Huligän (natürlich intim, äääh im Team mit Wächti)

Sergio J